Zentrum christlicher Lebenshilfe und Rehabilitation

für Menschen mit psychischen Erkrankungen

Klientenreferenzen

Erfahrungsbericht von Sandra

Im Wendepunkt habe ich zum ersten Mal erlebt, dass ich nicht "irgendwie verkehrt" bin, sondern dass ich eine Krankheit habe, die auch andere haben und dass ich Hilfe bekommen kann.
Für mich war es sozusagen eine "Erste-Hilfe-Maßnahme". Es hat gut getan, innerhalb eines strukturierten Tagesablaufs mit Anderen zusammen zu sein, die ähnliche Probleme hatten und mal kein Außenseiter zu sein sondern vollständig integriert. Der Wendepunkt war auch keine sterile Klinik sondern eine echte Gemeinschaft. Eine, wie ich sie nicht einmal in der Gemeinde gefunden hatte. Dort konnte ich so sein, wie ich war und dabei trotzdem lernen, dass ich mich verändern kann. Ganz besonders eben, dass nicht alles irgendwie weiterlaufen muss, sondern dass es Möglichkeiten zur Verbesserung gibt wie erlernen von Verhaltensänderung, Medikamentöse Unterstützung und sich-helfen-lassen. Nach Abschluß meiner Therapie im Wendepunkt habe ich es geschafft eine Berufsausbildung engagiert und erfolgreich abzuschließen.

Nun ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sondern ich habe immer noch psychische Probleme. Aber ich habe viel darüber gelernt, weiss im Großen und Ganzen was hilft und was schadet und stehe nicht mehr allein da. Auch habe ich noch eine sehr gute Freundin aus meiner Zeit der stationären Reha im Wendepunkt.

Jetzt bin ich im betreuten Wohnen des Wendepunktes und bin sehr dankbar für die regelmäßige Unterstützung und den Rückhalt. Bei meiner Bezugsperson kann ich mich darüber auslassen, was gut und was nicht gut läuft und muss nicht mehr alles mit mir alleine ausmachen. Eine besonders wertvolle Hilfe ist meine Betreuerin auch, wenn es um schwierige amtliche Angelegenheiten geht. Oder auch, wenn es mir wieder schlecht geht und ich jemanden brauche, der mir entweder, je nachdem was dran ist, eine helfende und tröstende Hand reicht oder mir auch mal in den Hintern tritt, damit ich mich in Bewegung setze.

Natürlich ist auch der Wendepunkt nicht perfekt und es wird Leute geben, die sagen "bloss nicht!". Aber ich denke, es hängt viel von der eigenen Einstellung ab. Im wesentlichen arbeiten im Wendepunkt Menschen die, wie alle anderen Menschen auch, Fehler machen können, aber ihren Klienten wirklich etwas mit auf den Weg geben wollen und es auch tun.

Mir war der Wendepunkt eine wirklich große Hilfe und ich bin froh, dass ich diese "Erste-Hilfe-Maßnahme" bekommen habe. Außerdem bin ich sehr dankbar, dass ich jetzt noch das betreute Wohnen haben darf. Vielen Dank an alle Mitarbeiter, die mich unterstützt haben und es noch tun und an alle Spender, die mithelfen, diese wertvolle Arbeit möglich zu machen!

 

Erfahrungsbericht von Oliver

Das schönste am Wendepunkt ist, dass man dort lernt eine echte Struktur für sein Leben aufzubauen. Es ist dort wirklich so, dass man lernt zu leben. Und das kann, wie ich im Wendepunkt erfahren habe, echt Freude machen. Man hat dort viel Unterstützung, gute Therapeuten und gute andere Angestellte z.B. im Bereich Verwaltung u.s. w.

Die Versorgung was das wohnliche oder kulinarische angeht ist spitze. Und man kann dort auch echte neue Freunde unter den Rehabilitand(inne)en kennenlernen. Gut, es gab auch mal Leute, die waren unzufrieden mit ihren Therapeuten oder anderen Dingen. Aber diese Dinge kann man im direkten Gespräch mit Therapeuten oder auch Mitrehabilitanden wieder ausräumen. Wie gesagt ich war voll und ganz zufrieden mit meiner Therapie.

Danach ging es dann weiter mit betreuten wohnen. Und da ist man echt gutaufgehoben. Durch Hilfe der Betreuer wohne ich mittlerweile in einer eigenen Wohnung. Und wenn man  mal den Boden unter den Füßen verliert, wird man von den Mitarbeiter(inne)n im betreuten Wohnen unterstützt und wieder aufgefangen.

 

 

Erfahrungsbericht von GünterKlemm

In der Zeit von September 1996 bis August 1998 war ich Gast im stationären Bereich des Wendepunktes.

 

Ich habe diese Einrichtung ganz bewusst gewählt, weil es eine christliche Einrichtung ist. In Berlin gab es keine entsprechende Einrichtung.

 

Ich erlebte eine gute Gemeinschaft zwischen den Gästen und dem Therapieteam. Es wurde viel unternommen und ich konnte auch dort mit einem anderen Gast musizieren. Wir hatten sogar einen kleinen Gebetskreis, der sich für die Belange der Mitarbweiter und der Gäste einsetzte.

 

Mein Verhältnis zu den Mitarbeitern war sehr gut. Durch die Therapiegespräche konnte meine Problematik, die mir selber nicht so bewusst war, geklärt werden.

 

In der Adaptionsphase war es mir auch möglich, viele Praktika auf dem ersten Arbeitsmarkt durchzuführen.

 

Auch heute werde ich noch durch das Betreute Wohnen gut versorgt.

 

 

 

Günter Klemm

 

 

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